De "Vrouwezand"

Wer Lemmer verlässt oder ansteuert, kommt unweigerlich an einer der gefährlichsten Untiefen des IJsselmeers vorbei: Dem "Vrouwezand". Er ist gut ausgetonnt – aber bei Nebel nutzt das gar nichts. Die Tonnen liegen manchmal fast eine Seemeile auseinander. Und auch mit GPS – unterschätzt das Flach nicht ! Steht der Wind aus Südwest oder West, geratet Ihr auch hier im IJsselmeer auf Legerwall. Und das kostet fast immer das Boot, wenn hier etwas passiert – oder Schlimmeres. Viele Yachten sind hier aufgelaufen und auf den harten Sandbänken zertrümmert worden. Also immer gut Abbstand halten. Und bei Gewitter – dass es Euch tatsächlich überrascht, sollte bei den heutigen Wetterberichten und dem ständigen Blick auf die Wolken nicht mehr passieren – habt ihr hier nichts zu suchen: ab nach Enkhuizen, raus mitten aufs IJsselmeer oder in einen Schutzhafen – Hauptsache nicht auf Legerwall!

Der Vrouwezand hat seinen Namen der Sage nach von der Frau von Stavoren, die wohl sehr hartherzig war. Aus Wut über ein an sich kostbares Geschenk, dass sie nicht zu schätzen vermochte – eine Schiffsladung Getreide – ließ sie das Korn in die Zuiderzee kippen. Eine andere Sage erzählt allerdings eine andere Geschichte – vielleicht kennt Ihr ja auch eine? Ein gefährlicher Sand war jedenfalls immer die Folge ...
 

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