Workum

Wer vor der Einfahrt nach Hindeloopen, an der rot-grün-roten Tonne "H2 – W 1" nicht gen Süden nach Hindeloopen abbiegt, kann auch den Teil "W 1" der Tonne nehmen, nämlich die Fahrrinne nach Workum. "Rinne" ist hier wörtlich zu nehmen, denn kurz vor dem Land ist es backbords und steuerbords sehr flach. Also heisst es echt aufpassen, siehe Fotos. Bei Wind von West läuft da eine nette Welle rein, wenn dann noch Gegenverkehr kommt ...!
Durch das Schilf und Gras erreicht man bald das Fahrwasser Het Zool. An diesem Kanal finden sich bis ins Städchen hinein etliche Yachthäfen.

Auch Workum erlebte im 17. und 18. Jahrhundert, wie so viele Städte an der früheren Zuidersee, seine Blütezeit. Von hier aus fuhren die Aalfischer bis nach London, und auch in Workum blüte der Handel mit Gütern der Kolonien und des fernen Asiens. Im Städtchen ist inzwischen viel renoviert worden, am Markt zeugen einige alte Häuser und auch die beiden imposanten Kirchen noch von alten Handelszeiten. Wer entlang des Kanals zur IJsselmeerküste wandert, kann außerdem wieder einige aufblühende Werften erleben, die traditionelle Holzboote wie unter anderem die "Aak" bauen. Ein Blick lohnt sich immer - zu den unterschiedlichen Bootsformen Frieslands und Hollands kommen wir aber später – es sind Dutzende Schiffsformen, die sich im Laufe der Jahrhunderte für die speziellen Zwecke herausgebildet haben!

Bei Kuperus beispielsweise, einem ziemlich neuen Wassersportunternehmen, gibt es außer Service auch die traditionellen, aus Holz gebauten offenen Motorboote zu chartern, die "Sloepen". Diese schönen Holtboote können auch für einen Tagesausflug über die Kanäle gemietet werden. Die stabilen Ruderschaluppen, wie sie die Werft auch nennt, sind mit Außenborder oder – bei der großen "Lady Hamilton", mit Einbaudiesel ausgerüstet. Die Sloepen werden auch verkauft – für die Sloep 645 in allerdings schönem Holzbau inlusive Volvo 10 PS Innenborder müssen aber auch – Holzbau ist nun mal teurer - 20.000 Euro bezahlt werden.

Fährt man weiter durch Richtung Workum Dorf, kommt man bei HollandSailing vorbei. Hierher stammen all unsere Bavaria Yachten. Hier könnt Ihr auch mal anlegen und Euch nach neuen Modellen informieren.... !?

In Workum reiht sich ein Yacht- und Charterhafen an den anderen. Einer der größten ist wohl "It Soal", aber landeinwärts zu den friesischen Seen hin gibt es weitere nette kleine Häfen, von denen aus das IJsselmeer bei einem entspechenden Tiefgang  leicht zu erreichen ist.

Zur bb Seite bei der Einfahrt findet man einen breiten Strand, an dem man dem bunten Treiben der vielen Surfer, Kitesurfer zuschauen kann (nachdem man im Hafen festgemacht hat !) Hier treffen sich die Meister des Surfens. Ein Top Revier, da weit in das IJsselmeer das Wasser sehr flach ist, volles Stehrevier. probierts mal aus .... Viel Spass

Workum selbst hat einen netten Stadt/Dorfkern. Es lohnt sich wirklich hier einmal festzumachen und diesen zu besichtigen. klein, aber fein. Vielzählige Cafes laden zum gezelligen Klönen und Verweilen ein. Man kann hierzu entweder vor der ersten Schleuse an bb oder stb festmachen und von da aus zum Dorfzentrum gehen (circa 10 min) oder mit dem Schiff durch die Schleuse einfahren.
 


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